Bergulme

Ulmus glabra             

Die Bergulme wächst vereinzelt bis auf eine Höhe von 1400 m ü. M., vorausgesetzt, die Böden sind tiefgründig und nährstoffreich. Die Poren der Bergulme sind weniger sichtbar als jene der Feldulme, was zu einem ruhigeren Holzbild beiträgt. Auch der Unterschied zwischen Früh- und Spätholz besteht meist nur aus einer nuancierten Abstufung eines rostbraunen Farbtons. Physisch steht das Holz der Bergulme allerdings aufgrund der geneigten Böden vielfach unter Spannung. Diese lässt sich mit einer kurzen, intensiven Dämpfung kombiniert mit einer langen Lufttrocknung merklich abbauen. Wie alle anderen Ulmenarten ist auch die Bergulme zunehmend schwer zu beschaffen, weil ein Pilz ihre Bestände dezimiert.

Herkunftsgebiete:
Österreich, Slowenien, Schweiz, Bosnien

Der Baum
Die Bergulme bevorzugt einen lockeren, nährstoffreichen und kalkhaltigen Boden, der frisch bis feucht sein sollte. Am besten wächst sie als Nebenbaumart in mässig schattigen Schluchtwäldern im Verbund mit Eschen und Ahorn auf gut zu durchsickerndem Boden, aber auch an Unterhängen des Bergmischwaldes ist sie zu finden.

Sie erreicht eine Höhe von etwa 35 Meter. Die Bergulme hat in jungen Jahren eine glatte und silbriggraue Rinde, die im Alter längsrissig und graubraun wird. Die am Rand gesägten Blätter der Bergulme unterscheiden sich von denen der anderen beiden Ulmenarten darin, dass sie meist dreizipfelig sind.

Fakten zur Bergulme

Bedeutung
Ulme wird regional auch Rüster genannt. Das halbringporige Holz der Bergulme ist für viele Holzliebhaber wegen der schönen rötlich-braunen Farbe und der natürlichen Wildheit und Authentizität ein Geheimtipp. Seit 1920 sind in Europa die Bestände der meisten Ulmenarten – darunter auch die Berg- und Feldulmen – durch das Ulmensterben dezimiert. Der Ulmensplintkäfer überträgt eine aus Ostasien eingeschleppte Pilzerkrankung: Die Pilze wuchern im Splintholz und verstopfen die Wasserleitbahnen im Frühholz, was später zum Absterben des Baums führt.

Bearbeitbarkeit
Das harte und zähe Holz lässt sich sauber verarbeiten und verleimen – einzig beim Hobeln neigt es ein wenig mehr zum Ausreissen als vergleichbare Hölzer wie Eiche oder Esche. Auch als Biegeholz ist Ulme sehr gut geeignet. Naturbelassene Oberflächenbehandlungen sind unproblematisch und bringen die natürliche Schönheit besonders zum Vorschein.

Trocknung
Das Holz schwindet im frischen Zustand relativ stark und muss daher sauber und in kurzen Abständen gelattet werden. Während der Lufttrocknung sind Ulmen anfällig für Insektenbefall und müssen stets überwacht werden. Generell muss das Holz vor allem wegen Rissbildungen vorsichtig getrocknet werden. Im trockenen Zustand sind Ulmen später jedoch gut formbeständig.

Anwendungsbereiche
Ulmen aller Arten werden vor allem im Innenausbau für Einbauten, Treppen, Böden, Türen und für Möbel eingesetzt. Früher war Ulme auch ein weit verbreitetes Biegeholz für Wagnerarbeiten aller Art.

Ulmen bei Girsberger

Ulmen-Klotzbretter sind bei Girsberger ab Lager in verschiedenen Einschnittmassen von 32 mm bis 80 mm und Längen meist zwischen 2,2 und 4,5 m verfügbar. Längere Klotzbretter sind bis 6 m möglich, jedoch sehr selten. Gängigste Einschnittmasse sind 32 / 40 / 50-54 / 60 / 65 / 70 / 80 mm. Die Klotzbretter der Ulmen sind gedämpft. Im Sortiment wird unterschieden einerseits zwischen charaktervollen und astreichen Stämmen mit rustikalem Ausdruck sowie andererseits astarmen, eher schlichten und gerader gewachsenen Stämmen.
Wie bereits erwähnt: Ulme ist eine „Liebhaberholzart“ und Girsberger gehört definitiv auch zu diesen Ulmenliebhabern. Deshalb verfügt Girsberger über eines der umfangreichsten Ulmenschnittholzlager in Europa.

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Gerne geben wir Ihnen Auskunft zu den aktuell verfügbaren Stärken, Längen und Qualitäten unserer Bestände an Bergulmen. Nennen Sie uns Ihre Anforderungen für Ihr Massivholzprojekt und wir machen Ihnen in Abhängigkeit Ihrer Angaben den bestmöglichen Vorschlag bezüglich erforderlicher Qualität, Preis und Verfügbarkeit.

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