Roteiche, auch Amerikanische Eiche genannt

Quercus rubra

Die Amerikanische Roteiche ist in Nordamerika heimisch und der offizielle Staatsbaum des US-Bundesstaates New Jersey. Eine weite Verbreitung findet diese Art in West- und Zentraleuropa sowie in weiten Teilen Süd- und Südosteuropas. Gewisse Anbauschwerpunkte liegen in Deutschland, Belgien, in den Niederlanden und in Frankreich. 1691 in der Schweiz eingeführt, wurde die Roteiche zunächst als Parkbaum gepflanzt. Im Vergleich zu den in Mitteleuropa heimischen Weisseichenarten ist die Roteiche resistenter gegenüber Schädlingen, sie ist schattenverträglicher und zuwachsstärker. Roteiche wird als Reinbestand oder in Mischung mit Buche angepflanzt.

Herkunftsgebiete:
Frankreich, Deutschland, Belgien, Niederlande, Schweiz

Der Baum
Die Roteiche verfügt über eine rötliche Grundfarbe und über eine gröbere Struktur als die heimischen Eichen. Sie wächst als sommergrüner Baum und erreicht meist Wuchshöhen von 20 bis 25 Metern, mitunter bis zu 35 Metern. Sie kann bis zu 400 Jahre alt werden und dabei einen Stammdurchmesser von bis zu zwei Metern erreichen. Die Roteiche besitzt in der Jugend ein Pfahlwurzel-, später ein Herzwurzelsystem. Sie ist überaus schnellwüchsig. Bei jungen Bäumen werden bisweilen Jahrestriebe von 2,5 Meter Länge beobachtet.

Sie bildet eine runde Baumkrone aus. Die Rinde junger Roteichen ist grau und glatt; später wird eine dünnschuppige Borke gebildet. Das Blatt weist auf jeder Blatthälfte vier bis fünf Blattlappen auf, die durch bis zu 5 Zentimeter tiefe Buchten abgeteilt sind. Die Enden der Blattlappen laufen spitz zu. Im Herbst leuchten die Blätter kräftig rot bis orange.

 

Fakten zur Roteiche

Bedeutung
Das Holz der Roteichen bildet eine etwa um 50 % günstigere Alternative zu den heimischen Weisseichen (Stiel- und Traubeneichen). Ihr Holz bietet Vorteile wegen des oft geraden Wuchses, der geringeren Astigkeit und den stattlichen Dimensionen der Stämme.

Bearbeitbarkeit
Das zwar harte und kurzfaserige Holz der Roteiche lässt sich jedoch gut bearbeiten und verleimen. Als Biegeholz ist die Roteiche aber weit weniger geeignet als beispielsweise Buche oder Esche.

Trocknung
Die Trocknung von Roteiche ist wie bei allen Weisseichenarten aufwändig und erfordert sehr viel Erfahrung und Geduld. Es gibt wohl keine anderen Holzarten, die ihr Wasser so ungern abgeben wie die Eichen. Gegenüber den Weisseichen neigen die Roteichen durch die Trocknung verstärkt zu Rissbildungen.

Anwendungsbereiche
Das Schnittholz der Roteichen wird meist für Fenster und im Innenausbau für Türen, diverse Rahmenhölzer, Leisten usw. eingesetzt – oft in Zusammenhang mit Brandschutzvorschriften, die erfüllt werden müssen. Die Oberflächen werden häufig lasiert oder gestrichen, weil das Holz im Vergleich zu dem von Weisseichen nicht sehr dekorativ ist. Das Holz der Roteichen ist weniger resistent als dasjenige der Weisseichen und eignet sich daher auch nicht für Aussenanwendungen.

Roteiche bei Girsberger

Bei Girsberger ist Schnittholz in den Stärken 50 / 60 / 70 / 80 / 90 mm ab Lager verfügbar. Längen meist zwischen vier und fünf Meter.

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Gerne geben wir Ihnen Auskunft zu den aktuell verfügbaren Stärken, Längen und Qualitäten unserer Bestände an Roteiche. Nennen Sie uns Ihre Anforderungen für Ihr Massivholzprojekt und wir machen Ihnen in Abhängigkeit Ihrer Angaben den bestmöglichen Vorschlag bezüglich erforderlicher Qualität, Preis, Ausbeute und Verfügbarkeit.

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